willkommen evangelisch

Diese Seite enthält Informationen über die Hilfe für Flüchtlinge in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Für Hilfsangebote schauen Sie bitte in die Links.

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AUSTAUSCH UND FORTBILDUNG FÜR EHRENAMTLICHE

Um die ehrenamtliche Arbeit in der Flüchtlingshilfe in Stadt und Region Hannover zu unterstützen und gezielt zu stärken, haben verschiedene kirchliche Träger ein Angebot von verschiedenen Fortbildungen zu den Themen Asyl- und Ausländerrecht, besseres Verständnis von Menschen aus dem arabischen Raum, zum Umgang mit traumatisierten Menschen, zu schwierigen Situationen im Ehrenamt, Integration in Arbeit sowie Argumente gegen rechte Parolen zusammengestellt.

Beteiligt sind das Diakonische Werk Hannover und das Evangelische Flüchtlingsnetzwerk, der Caritasverband Hannover mit dem Netzwerk katholische Flüchtlingsarbeit, die Evangelische und die Katholische Erwachsenenbildung Region Hannover/Niedersachsen Mitte, das Haus kirchlicher Dienste mit seinem Arbeitsfeld Migration und Integration und der Pastoralpsychologische Dienst im Zentrum für Seelsorge.

Hier finden Sie den Flyer mit den Angeboten für das zweite Halbjahr zum Herunterladen.

Dokument: 10706_flyer_fluecht... (PDF)
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Frohe Ostern!
Wir freuen uns auf den Frühling, die schönen warmen Tage und die gemeinsamen Stunden mit Ihnen: Gäste im Begegnungscafé!
Immer Donnerstag ab 15.30 Uhr
Schön, Sie begrüßen zu dürfen.
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Diakonie unterstützt Pariser Erklärung

Gemeinsam mit den anderen Wohlfahrtsverbänden unterstützt die Diakonie Deutschland die Pariser Erklärung zur europäischen Asyl- und Migrationspolitik. Jörg Mannigel, Geschäftsführer unseres Diakonieverbandes, bemerkt zu dieser guten Nachricht: "Dies ist auch für die Flüchtlings- und Migrationsarbeit bei uns vor Ort eine wichtige Rückendeckung. Die zunehmende sprachliche Aggressivität gegenüber Menschen, die mit ihrem Leben ohne fremde Hilfe nicht mehr klar kommen, zielt insbesondere immer wieder auf Flüchtlinge. Begriffe wie ‚Flüchtlingslawine‘, ‚-strom‘ oder ‚-welle‘ suggerieren, dass man sich vor Ihnen schützen muss, wie vor Naturgewalten. Dabei geht es doch um Einzelschicksale, um Menschen, die unseren Schutz bedürfen! Dafür gilt es, sich weiterhin auf allen Ebenen einzusetzen. Deshalb sind wir allen Menschen, die sich in diesem Sinne aktuell, in der Vergangenheit und in Zukunft für Schutz und für die Interessen der Flüchtlinge und Migranten einsetzen bzw. eingesetzt haben, zu großen Dank verpflichtet!"
Für Einheimische und für Fremde, die dauernd bei Euch leben, gilt das gleiche Gesetz. (Die Bibel, 2. Mose 12,49)


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Landesbischof Ralf Meister begrüßt Studierende nach Rückkehr aus dem Libanon

Kirchengemeinde St. Martini, Lenglern bei Göttingen

Landesbischof Ralf Meister betont die besondere Verantwortung des reichen Deutschland für Flüchtlinge im Nahen Osten. „Wir können nicht die Augen verschließen. Ihre Geschichte ist auch unsere Geschichte, besonders die der Kinder.“, sagte der Landesbischof bei seiner Predigt in der St.-Martini-Kirche in Lenglern bei Göttingen. In dem Gottesdienst ging es um das Projekt „Begegnen. Stärken. Lernen.“, der Partnerschaft der Landeskirche Hannovers mit der National Evangelical Synod of Syria and Lebanon (NESSL). Für syrische Flüchtlingskinder hat die NESSL sechs Schulen bei Flüchtlingslagern im Libanon eröffnet.

15 Studierende aus Göttingen, Hildesheim und Osnabrück waren vom 16.03.2019 bis 29.3.2019 im Libanon. Die Gruppe hat an evangelischen Schulen in Minyara, Tyros und Zahle gearbeitet, in denen rund 600 syrische Kinder aus Flüchtlingslagern unterrichtet werden. Sieben der Studierenden haben biographische Wurzeln in der Region und sprechen Arabisch.

Zu den Studierenden, die im Libanon waren, gehörte auch Meisters Tochter Lotta (19), sagte der Theologe in seiner Predigt. „Sie hat mir auf ihrem Smartphone die Filme gezeigt, wie die Studierenden mit den Kindern Musik gemacht und gebastelt haben.“ Mit Blick auf die Reise erneuerte Meister eine Zusage des hannoverschen Kirchenparlaments an die Christen in Syrien: „Wir haben Euch nicht vergessen.“

Die jungen Leute machten für die Fünf- bis Zwölfjährigen an den Schulen Sport-, Spiel- und Bastelangebote. „Dafür haben die Lehrer im Libanon keine Zeit“, sagte Pastor Daniel Küchenmeister aus Lenglern bei Göttingen, der die Reise geleitet hat. Die Gruppe hatte auch Rechenschieber im Gepäck. Besonders beliebt: 250 T-Shirts mit dem Logo „Lebanon ♥ Germany“. Küchenmeister: „Die Kinder konnten sie se­­lbst gestalten und behalten. Das kam super an.“ Küchenmeister betonte die Bedeutung des Projekts für die Trägerin der Schulen, die National Evangelical Synod of Syria and Lebanon (NESSL): „Für die Kirche ist das eine sichtbare Unterstützung ihrer wichtigen Bildungsarbeit."

Lehramtsstudentin Alice Lungfiel war auch bereits mit der ersten Studentengruppe im vergangenen Herbst im Libanon. Sie ist von den Schulen dort beeindruckt, die Unterstützung aus der Landeskirche Hannovers lande an der richtigen Stelle. "Die Lehrer haben mit ihrer Arbeit wirklich Erfolg." Die Schüler hätten sich im vergangenen halben Jahr deutlich weiterentwickelt. "Sie sind viel offener und untereinander viel hilfsbereiter." Die Kinder haben die Besucher aus Deutschland wiedererkannt. Sie haben begeistert mit den Studierenden gebastelt, gespielt und Sport getrieben, beschreibt die 24-Jährige. "Sie freuen sich wirklich über die Aufmerksamkeit, die sie von uns bekommen."

Zur Reisegruppe gehörte auch die Göttinger Studentin Zoe Friedrich. Sie ist beeindruckt von den Kindern. "Immer, wenn wir in die Schulen gekommen sind, haben sie uns an die Hand genommen und herumgeführt." An eine große Pause erinnert sich die 20-Jährige besonders: "Ich hatte nichts zu Essen dabei, da haben mir die Kinder sofort etwas angeboten. Das hat mich sehr gerührt."

Die Partnerschaft wird von vielen Gemeinden und Mitgliedern der Landeskirche unterstützt. Sie haben seit 2017 knapp 85.000 Euro für die Schulen gespendet. Dazu kommen weitere 25.000 Euro aus der Katastrophenhilfe der Landeskirche. Mit dem Geld wurde zum Beispiel die Stromversorgung der Schulen gesichert oder Schuluniformen für die Kinder beschafft. Im Herbst 2018 war eine erste Gruppe von Studierenden im Libanon. Das Land Niedersachsen hatte diese Reise finanziell unterstützt. (Dirk Altwig, Redakteur Themenraum)

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Bild: Dirk Altwig

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Bild: Natascha Wellmann-Rizo

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St. Andreasgemeinde setzt Zeichen
für die Opfer im Mittelmeer

 Am Sonntag, dem 24. Februar 2019 ging es im Gottesdienst unserer St. Andreasgemeinde um die Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer und die Fragen und Vorwürfe um  ihre freiwilligen Helfer. Es wurde besonders an die vielen Toten im Mittelmeer erinnert. Papst Franziskus hat einmal das Mittelmeer „den größten Friedhof der Welt“ genannt. Symbolisch haben wir in der St. Andreaskirche drei Schwimmwesten auf einen Platz mitten im Kirchraum platziert, um damit an die vielen namenlosen Toten auf dem Mittelmeer zu erinnern. Im letzten Jahr sind mehr als 2000 Menschen gestorben.

Die Dunkelziffer liegt weitaus höher. UNHCR sagt, dass 2018 im Durchschnitt 6 Menschen pro Tag auf dem Mittelmeer gestorben sind. Viele der Bootsunglücke werden nicht registriert, weil niemand mehr etwas davon mitbekommt und immer weniger Rettungen aufgrund drohender Kriminalisierung stattfinden.

Inzwischen wird diese Kriminalisierung der Seenotretter scharf kritisiert. Das sei „eine perverse Art, sich die Probleme vom Hals zu halten.“ Wer Rettungseinsätze kriminalisiert, setzt sich über die zentralen europäischen Werte hinweg: die  Menschenrechte, die Europäische Menschenrechtskonvention, die Genfer Flüchtlingskonvention. Es ist ja keine Gnade, die den übers Meer Flüchtenden gewährt wird, sondern vielmehr ein Recht, das ihnen zusteht: Seenotrettung und sicherer Hafen.

Der „Reservierte Platz“ in der St. Andreaskirche soll in den kommenden Wochen auf dieses Recht auf Hilfe erinnern. Intensiv wird das Thema am 17. März 2019  bei dem „Seebrückengottesdienst“ behandelt, wo auf die Aktionsgruppe Seebrücke hingewiesen wird und mit dem Kunstwerk eines bekannten syrischen Künstlers eine Wanderausstellung eröffnet wird.

(MQ)

 

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Fortbildungsprogramm 2019

Unser neues Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe ist erschienen. Wir haben uns bemüht, spannende und vor allem hilfreiche Themen sowohl für die Einsteiger als auch für die „alten Hasen“ zusammenzustellen:
  • Umgang mit traumatisierten Menschen
  • Selbstfürsorge und Abgrenzung im Ehrenamt
  • Selbstbestimmtes Wohnen
  • Grundlagen des Asylverfahrens und des Aufenthaltsrechts 
  • Wann ist ein "Ja" ein "Ja"Interkulturelle Fallen in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit
  • Empowerment in der Flüchtlingsarbeit
  • Rückkehrberatung
Wir freuen uns über Ihre Anmeldungen: seiwillkommen@migrationszentrum-goettingen.de, Tel. 0551/899930-25/-26

Bild: Natascha Wellmann-Rizo

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Flüchtlinge beim Kirchentag

Ihre Kirchengemeinde hat Kontakt zu Flüchtlingen?
Sie engagieren sich in einer Initiative oder einem Netzwerk zur Hilfe für Flüchtlinge? Sie möchten Menschen unterstützen, die von weit her zu uns gekommen sind und den Kontakt zu christlicher Gemeinschaft, Kirche und christlichem Glauben suchen? 

Ermöglichen Sie Flüchtlingen den Besuch des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages vom 19. bis 23. Juni 2019 in Dortmund! Neben den vielfältigen Veranstaltungen dort gibt es auch ein internationales Zentrum – ein Angebot für internationale Besucherinnen und Besucher.  
Das können Sie tun: 
  • Suchen Sie Kontakt zu Gruppenfahrten zum Kirchentag. Der Landesausschuss Hannover hilft Ihnen dabei. 
  • Nutzen Sie die Diakoniekasse Ihrer Kirchengemeinde für ein Ticket. 
  • Sammeln Sie Spenden – zum Beispiel im Gottesdienst oder bei einem Gemeindefest. 
  • Stellen Sie einen Antrag auf Zuschuss beim Landesausschuss Hannover des Deutschen Evangelischen Kirchentags.
Kontakt und Informationen: 
Deutscher Evangelischer Kirchentag, 
Landesausschuss Hannover
info@kirchentag-hannover.de
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                                      Die Stephanus-Stiftung Göttingen

und  die Gesellschaft für christlich- jüdische Zusammenarbeit Göttingen e.V. laden ein:

              Zwischen Evangelium und Erwählung

      Neutestamentliche Perspektiven auf das Verhältnis

                            von Christen und Juden

                         Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Florian Wilk
         Seminar für Neues Testament der Georg-August-Universität Göttingen


am Mittwoch, dem 20.02.19 um 20.00 Uhr
Gemeindezentrum Stephanuskirche Himmelsruh 17, 37085 Göttingen

Wer war eigentlich verantwortlich für die Hinrichtung Jesu?“ „Haben die frühen Christen sich als Teil des Judentums gesehen - etwa Paulus?“ „Wie sind antijüdische Textstellen im Neuen Testament zu verstehen, und wie passen sie zu den positiven Aussagen?“ „Welche Bedeutung hatten die Texte des späteren Alten Testaments für die Christen, und welche Bedeutung hat das für uns heute?“

Das sind Fragen, auf die man als Christ*in so schnell keine Antwort zu geben weiß. Doch mit dem Aufkommen rechtspopulistischer Tendenzen erstarken auch wieder antisemitische Einstellungen in unserer Gesellschaft. Christinnen und Christen sollten dazu Stellung beziehen können. Dabei hilft auch eine Klärung im Verhältnis zu den Glaubenswurzeln des Christentums – zum Judentum.

Herr Prof. Wilk lehrt seit 2003 Neues Testament an der Georg-August-Universität Göttingen. Schwerpunkte seiner Forschung sind die Entwicklung des frühen Christentums im Kontext des hellenistischen Judentums, die Evangelien und die Paulusbriefe. Er kann uns Antworten aus der neueren neutestamentlichen Forschung geben.

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Bild: pixabay

Ehrenamtliche Erziehungslotsen gesucht

Neue Qualifizierung startet im März 2019

Info-Abend:
Freitag, 15.02.2019, 18 Uhr
Evangelische Familienbildungsstätte
Düstere Straße 19

Schule und Alltag in Deutschland stellen viele Anforderungen an Familien, besonders an Familien mit Migrationshintergrund: Was wird von meinem Kind in der Schule erwartet? Wie und wo melde ich mein Kind in der Schule an? Wie fülle ich diesen Antrag aus? Erziehungslotsen unterstützen Familien in Bezug auf den Schulbesuch und bei Alltagsangelegenheiten direkt und unbürokratisch zu Hause. Sie geben Tipps im Umgang mit Behörden und vermitteln zwischen Schule und Eltern.
Die ausgebildeten Erziehungslotsen werden bei Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Projekt „MyFuture“ von Mitarbeitern des Migrationszentrums begleitet. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung.
Im Auftrag des Sozialministeriums startet die nächste Qualifizierung im März. Die Ev. Familienbildungsstätte und das Migrationszentrum für Stadt und Landkreis Göttingen bieten zum sechsten Mal eine kostenlose Qualifizierung mit ca. 50 Unterrichtsstunden an. Diese beinhaltet Themen wie Entwicklungspsychologie, Sozialrecht, interkulturelle Kompetenzen, schulische Hilfen, Freizeitaktivitäten und schließt mit einem Zertifikat ab.

Mehr Informationen zu Terminen und Inhalten der Schulung:

Migrationszentrum Göttingen, Hr. Fikreddin Karagöz, Koordination „MyFuture“:
Tel. 0551 37075-777

Ev. Familien-Bildungsstätt, Fr. Nadine Raue, Koordination Ausbildung Erziehungslotsen: Tel. 0551 4886980


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Film und Gespräch über Füchtlingsrettung im Mittelmeer

Die Kirchengemeinde Reinstorf zeigt einen Dokumentarfilm über die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer und bietet ein Gespräch mit einem Augenzeugen an, der auf See dabei war. Der Film wird am Sonntag, den 03. Februar 2019 im Gasthaus OneWorld in Reinstorf, Alte Schulstraße 1, um 15 Uhr gezeigt. Dem Film schließt sich ein Gespräch mit Kapitän Jonas Buja aus Holtland/Ostfriesland an, der bei einer Rettungsmission mitgeholfen hat. Der Eintritt ist frei.




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Bild: luventa©CesarDezfuli.jpg

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