willkommen evangelisch

Diese Seite enthält Informationen über die Hilfe für Flüchtlinge in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Für Hilfsangebote schauen Sie bitte in die Links.

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Veranstaltungen im Mai
Dokument: Monatsplan_Mai_2017... (OCX)
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AUSTAUSCH UND FORTBILDUNG FÜR EHRENAMTLICHE

Um die ehrenamtliche Arbeit in der Flüchtlingshilfe in Stadt und Region Hannover zu unterstützen und gezielt zu stärken, haben verschiedene kirchliche Träger ein Angebot von verschiedenen Fortbildungen zu den Themen Asyl- und Ausländerrecht, besseres Verständnis von Menschen aus dem arabischen Raum, zum Umgang mit traumatisierten Menschen, zu schwierigen Situationen im Ehrenamt, Integration in Arbeit sowie Argumente gegen rechte Parolen zusammengestellt.

Beteiligt sind das Diakonische Werk Hannover und das Evangelische Flüchtlingsnetzwerk, der Caritasverband Hannover mit dem Netzwerk katholische Flüchtlingsarbeit, die Evangelische und die Katholische Erwachsenenbildung Region Hannover/Niedersachsen Mitte, das Haus kirchlicher Dienste mit seinem Arbeitsfeld Migration und Integration und der Pastoralpsychologische Dienst im Zentrum für Seelsorge.

Hier finden Sie den Flyer mit den Angeboten für das zweite Halbjahr zum Herunterladen.

Dokument: 10706_flyer_fluecht... (PDF)
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Jamii Bora - ideale Familie

Kongogruppe Bad Fallingbostel - Neuigkeiten von Mwaka Nasekwa zum Pädagogischen Bauernhof und zum Schulprojekt in Bundji in der Demokratischen Republik Kongo

Am 27. Mai fand eine Zusammenkunft aller Eltern, deren Kinder dank der Hilfe aus Bad Fallingbostel die Schule besuchen können, und der Mitarbeiter des Pädagogischen Bauernhofs anlässlich des Besuchs von Papa Mwaka in Bundji statt.

Der Elternvertreter Kambale Mbokani, seine Frau Masika Helena und ihre drei Kinder sind als Flüchtlinge nach Bundji gekommen. Durch den Pädagogischen Bauernhof haben sie nicht nur eine Bleibe, sondern auch einen segensreichen Zufluchtsort und eine neue Lebensperspektive gefunden. Es wurde ihnen ein Stück Land zugewiesen, und in gegenseitiger Hilfe und Beratung haben sie gelernt, Auberginen und Amarant anzubauen. Außerdem wurde ihre Tochter für das Schulbesuchsprogramm ausgewählt.

Frau Kahindo Sekeravithi ist Mutter von 11 Kindern, von denen drei gestorben sind. Sie hat Geld durch den Verkauf von Auberginen verdient und konnte davon Medikamente für ihre Kinder kaufen. Ihre Tochter kann jetzt endlich zur Schule gehen.

Der Lebenstraum von Frau Masika Tsongo ist vorerst geplatzt. Sie wollte durch eine Geflügelzucht ihren Kindern den Schulbesuch ermöglichen, aber alle Hühner im Viertel sind plötzlich an einer Seuche gestorben. Der Pädagogische Bauernhof fängt sie auf.

Die Projektmitglieder sind sehr dankbar für die Unterstützung aus Bad Fallingbostel. Sie wollen die Techniken des Ackerbaus und der Viehzucht noch verbessern, und es fehlen weitere Hacken, Sicheln, Harken, Saatgut für Mais, Soja, Zwiebeln und Tomaten sowie Pflanzenschutzmittel. Sie wollen alles daran setzen, dass letzlich alle Kinder die Schule besuchen können.

Am 27. August findet auf dem Kirchberg in Bad Fallingbostel ab 15 Uhr der 3. Afrikasonntag statt. Angeboten werden ein Gottesdienst, Informationen zu den Projekten, ein Kinderprogramm, viel Musik, ein kleiner Verkaufsstand der Kongogruppe sowie Kaffee und Kuchen und vieles mehr zugunsten der Projekte in Bundji.  Alle Interessierten und besonders auch die Flüchtlinge aus Bad Fallingbostel und den umliegenden Ortschaften sowie dem Ankunftszentrum Oerbke sind herzlich eingeladen.


Bild: Mwaka Nasekwa

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"In unserem Glauben eine neue Heimat finden"

Über die Taufe von Flüchtlingen wurde zuletzt viel diskutiert. In Ramelsloh bei Hamburg hat ein evangelischer Pastor sieben Männer aus dem Iran und Afghanistan getauft. Landesbischof Meister wollte von ihnen hören, warum sie Christen geworden sind.

Ramelsloh/Kr. Harburg. Im Iran habe er sich immer unter Druck gefühlt, Angst gehabt. In dem Land, das sich als Islamische Republik bezeichnet, sei seine muslimische Religion für ihn Zwang und Unterdrückung gewesen, sagt der Automechaniker Said. Schon seine Eltern hätten ihn wie einen Hund behandelt, weil er sich nicht den strengen Vorschriften unterwerfen wollte. "Du bist nicht unser Kind. Du bist Heide", hätten sie gesagt, berichtet er am Sonntag in einem Gemeindesaal im niedersächsischen Ramelsloh dem hannoverschen Landesbischof Ralf Meister. "Ich habe Religionen gehasst."

In Ramelsloh hat sich Said jetzt christlich taufen lassen. Meister will von ihm und sechs weiteren getauften Flüchtlingen aus dem Iran und Afghanistan wissen, warum sie Christen geworden sind. In die Diskussion, ob die evangelische Kirche leichtfertig mit der Taufe umgeht und die christliche Taufe von Flüchtlingen für ihr Bleiberecht missbraucht wird, hatte der evangelische Landesbischof zuletzt immer wieder vor Pauschalurteilen gewarnt. Gemeinden prüften das Taufbegehren in der Regel sorgfältig.

Ramelsloh sei dafür ein positives Beispiel, unterstreicht Meister in einem Festgottesdienst der Kirchengemeinde bei Hamburg. "Sie als Gemeinde glauben daran, dass Menschen nicht nur in unseren Dörfern, sondern auch in unserem Glauben eine neue Heimat finden können." Der Ramelsloher Gemeindepastor Hans-Georg Wieberneit betont, der Wunsch, getauft zu werden, sei von den Flüchtlingen ausgegangen. Vor der Taufe seien die Männer in mehrwöchigen Kursen vorbereitet worden. Paten begleiten sie auch weiterhin. Er habe auch deutlich gemacht: "Die Taufe ist keine Garantie dafür, dass sie nicht wieder in ihre Heimatländer zurückgeführt werden."

Nach Wieberneits Einschätzung suchen die getauften Flüchtlinge aus dem Iran und aus Afghanistan vor allem Freiheit und religiöse Gemeinschaft. "Syrer und Iraker haben andere religiöse Erfahrungen gemacht", sagt Wieberneit, dessen Gemeinde sich in der Flüchtlingsarbeit engagiert. "Die sind fröhlich Muslime."

Der Iraner Said spricht von der Strenge, die der Islam für ihn bedeutet habe. Als Christ erfahre er jetzt Ruhe. "Ich hatte keinen Vater, jetzt habe ich zwei: Gott und meinen Paten."

Der 25-jährige Ali aus dem Iran übersetzt ins Deutsche, was die Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren sagen. Ali kam vor knapp zwei Jahren nach Deutschland. Er war schon Christ, bevor er geflohen ist, erzählt er. Als 16-Jähriger habe er sich in Teheran mit armenischen Christen angefreundet. Er wollte mehr über ihre Religion wissen. Doch die Freunde hätten ihn gewarnt. "Das ist sehr, sehr gefährlich."

Ali reiste in die Türkei, um einen christlichen Gottesdienst zu besuchen. Dort ließ er sich später auch taufen, erzählt er. Fotos von der Taufe hütete er nach seiner Rückkehr in den Iran auf dem Handy, das er versteckt hielt. Als es während seines Militärdienstes doch entdeckt wurde, ergriff er die Flucht. "Es ist eine lange Geschichte."

Meister hört in dem Gespräch vor allem zu. "Das wäre mein großer Wunsch, dass Sie dieses starke Gefühl der Freiheit und Gemeinschaft behalten", sagt er zum Abschied. Die getauften Flüchtlinge könnten auch eine Bereicherung für die evangelischen Kirchengemeinden in Deutschland sein. "In 20 Jahren singen wir hier vielleicht ein Lied, das einer von Ihnen gedichtet hat, mit Ihren Erfahrungen." (epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen/Karen Miether)

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Bild: Andrea Horn/Landeskirche Hannovers

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Hilfe konkret vor Ort

Der Unterstützerkreis Fallersleben stellt sich vor

Im Oktober 2015 führte die große Anzahl ankommender Flüchtlinge auch in Fallersleben zur Gründung eines ehrenamtlichen Unterstützerkreises für das Flüchtlingsheim in der Hafenstraße. Den benötigten Raum für die regelmäßigen Treffen stellte schnell und unkompliziert die Michaelis-Kirchengemeinde zur Verfügung zu stellen. Seitdem treffen wir uns alle zwei Wochen am Montag um 18:00 Uhr, um vergangene Ereignisse und geplante Aktionen zu besprechen.

Unbürokratische, konkrete und menschliche Hilfe ist der Leitgedanke unserer Arbeit. Jede Unterstützerin und jeder Unterstützer bringt sich nach ihren und seinen Möglichkeiten und Kapazitäten ein. Dabei werden die Angebote bestehender Organisationen - allem voran die der Flüchtlingshilfe Wolfsburg e.V. - sinnvoll ergänzt werden.

Wir bieten in der Hafenstraße regelmäßige Unterstützung bei  Hausaufgaben der Schulkinder, beim Erlernen der deutschen Sprache für Jung und Alt und beim nicht immer ganz einfachen Weg durch den deutschen Behördendschungel.

Aber auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen. Wir organisieren Ausflüge, Feste und Spielnachmittage, Kinonachmittage und Gesprächsrunden.  Ob beim Schach, beim gemeinsamen Kuchen essen oder Musikhören - regelmäßig in Kontakt und ins Gespräch mit den Geflüchteten zu kommen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Handelns.

Anfang diesen Jahres ist unsere Fahrradwerkstatt, dank der Heimleitung vor Ort, in der Hafenstraße eröffnet worden. Gebrauchte und gespendete Fahrräder werden hier zusammen mit den Bewohnern der Hafenstraße wieder fahrtüchtig gemacht und für kleines Geld verkauft – so erhöht sich die Wertigkeit des neuen Fahrrads deutlich. Damit die Räder zum Einsatz kommen, werden Ausflüge mit den Unterstützern angeboten, bei denen auch die Straßenverkehrsregeln geübt werden.

Die Unterstützer aus Fallersleben begleiten auch Aktionen, die von anderen Organisationen angeboten werden. So unterstützen wir z.B. die Schwimmkurse im Sandkamp der Flüchtlingshilfe e.V. oder die Theatergruppe Heimat des Theater Wolfsburgs.

Haben Sie nun Lust darauf bekommen, unsere Arbeit persönlich kennenzulernen? Kommen Sie doch mal vorbei: wir treffen uns  Montags in den geraden Wochen um 18 Uhr im Gemeindehaus der Michaelisgemeinde. Wir freuen uns auf Sie!

Bild: Michaelisgemeinde

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Ausflug in den Tierpark

Für Mahia, Amelia, Gricon und Sogun war es ein schöner Tag. Zusammen mit 33 weiteren Kindern und 27 Erwachsenen waren sie in der vergangenen Woche zu einem Ausflug in den Tierpark Ströhen aufgebrochen. Eingeladen hatte das Diakonische Werk im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum, das in Stolzenau das Cafe der Kulturen für Einheimische und Geflüchtete veranstaltet. Dessen Leiterin Marion Kohlmeyer hatte mit Unterstützung  einiger Ehrenamtlicher den Ausflug organisiert.

Ein Bus, der dankenswerterweise von der Bürgerstiftung finanziert wurde, nahm die Teilnehmer der Ausflugsgruppe in Leese, Stolzenau und Nendorf auf. Bei strahlendem Sonnenschein betrat die Gruppe am späten Vormittag den Tierpark und erfreute sich der vielen blühenden Rhododendren und der Vielfalt einheimischer und exotischer Tierarten. Neben Pferdeboxen und Vogelgehegen stieß vor allem das Seelöwenbecken auf besonderes Interesse.

Nach einem Rundgang in Kleingruppen kamen die Familien dann zum gemeinsamen Picknick zusammen. Danach hatten die Kinder in dem Streichelzoo und auf dem Spielplatz genügend Zeit sich auszutoben, so dass es auf der Heimfahrt im Bus erstaunlich ruhig war.

Text: Pastor I. Krause

Foto: M. Kohlmeyer

Bild: KK Stolzenau-Loccum

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"Klarheit, Mut und Eindringlichkeit beeindrucken"

 von Ralf Meister, Windhuk (Namibia)

"Jeder Tag der Vollversammlung beginnt mit einer Morgenandacht in einem großen Zelt mit über 500 Besucherinnen und Besuchern. In vielen Sprachen hören wir die biblischen Texte und singen Lieder aus allen Enden der Welt. Immer wieder überraschend, wenn ich morgens einen  Platz in den langen Stuhlreihen suche und neben jemandem Platz nehme, den ich nicht kenne. Aus Sambia oder Tansania, aus Kanada oder Südkorea. Ein fröhlicher Morgengruss, vor der Stille noch einige Worte gewechselt und dabei das Gefühl: Wie fern wir einander auch sind, in diesem Morgengebet sitzen wir als Geschwister nebeneinander.

Oft wird in der Andacht mit einem Anspiel über den Bibeltext schon in das Tagesthema eingeführt. "Menschen - für Geld nicht zu haben", im englischen noch prägnanter: Human being- not for sale. Eine Theatergruppe führt an Ketten gefesselte Sklaven ins Zelt und wir singen: I'm no longer a slave to fear, I'm a child of God. Die Auslegung der Geschichte von Paulus, der eine Magd, die einen Wahrsagegeist hatte und ihren Besitzern viel Gewinn brachte, von ihrem Dämon befreite, wird anschließend in der Bibelarbeit durch eine indonesische Theologin ausgelegt.

In dem folgenden Vortrag kommt scharfe Kritik über die Ungleichheit der Welt und die Marktwirtschaft zum Ausdruck. Zahlreiche Beiträge von Delegierten vertiefen mit anschaulichen Beispielen aus ihren Ländern, von Papua Neuginea bis Südkorea die erlebten Formen der Menschenausbeutung. Von Zwangsarbeit und Menschenhandel bis zur Korruption und sexuellem Missbrauch reichen die Beispiele. Immer wieder überwältigt mich, mit welcher Klarheit, welchem Mut und welcher Eindringlichkeit Frauen aus allen Erdteilen ihre Stimme erheben.

In den Dorfgruppen, kleinen Versammlungen von 20 Personen (siehe Bericht von Heike Conrads gestern) bleibt dann Gelegenheit, das Thema zu vertiefen. Da sich diese Dorfgruppen wiederholt treffen ist eine vertraute Atmosphäre gewachsen und es werden konkrete und persönliche Ansichten ausgetauscht.

Der Samstagnachmittag stand unter dem Zeichen der Wahl. Weil nur alle sieben Jahre eine solche Weltkonferenz der lutherischen Kirchen zusammenkommt und dort ein Präsident für die kommende Legislaturperiode gewählt wird, ist diese Wahl ein spannender Moment. Eine Geistliche oder ein Geistlicher der traditionellerweise aus der Region kommt, in der die Weltversammlung stattfindet, leitet als Präsident den LWB und ist damit der oberste Vertreter und zugleich Sprecher des Weltbundes der Lutherischen Kirchen. Während die Präsidenten - leider hat es noch nie eine Präsidentin gegeben - in der internationaler Ökumene sehr bekannt waren, werden sie dennoch vermutlich in den meisten Kirchengemeinden unbekannt sein.

Der Präsident leitet einen Rat, der zwischen den Vollversammlungen so etwas wie die Regierung darstellt und die gemeinsamen Belange der Kirchen organisiert. Die Wahl des nigerianischen Erzbischofs Dr. Musa Panti Filibus erfolgte mit einer überwältigenden Mehrheit. Von 303 gültigen Stimmen erhielt er 274. Es war spürbar, wie die Wahl eines afrikanischen Präsidenten als ein kontinentales Ereignis für alle Afrikanerinnen und Afrikaner in den Delegationen bedeutsam war. Langanhaltender Applaus und Jubelrufe. Der neue Präsident ist sehr vertraut mit dem Lutherischen Weltbund. Er war bereits von 2002 - 2013 in Genf beim LWB tätig. Der Bischofsrat unserer Landeskirche ist ihm bei seinem Besuch 2012 in Genf bereits  begegnet, als er Direktor der Abteilung für Mission und Entwicklung war.

In der Delegation unserer Landeskirche freuten wir uns auch sehr darüber, dass zu den gestern ebenfalls gewählten 48 Mitgliedern des Rates auch Lasse Schmidt-Klie gehört, der in Hannover studiert. Er wird unsere Kirche in den kommenden sechs Jahren im Rat vertreten. Eine herausfordernde Zeit wird für 'unseren' Vertreter nun beginnen. Besondere Glückwünsche gingen auch an die Kandidatin aus unserer sächsischen Partnerkirche Bettina Westfeld und die anderen gewählten neuen Ratsmitglieder aus der Region "Central Western Europe".

Wie immer bildete das Abendgebet den Geistlichen Abschluss des Tages. Und so gab es Zeit für innere Besinnung und Raum zum Dank dafür, wieder einen erfüllten Tag - befreit durch die Gnade Gottes - in der großen Gemeinschaft mit lutherischen Christinnen und Christen aus der ganzen Welt erlebt zu haben.

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Bild: In einem Anspiel zum biblischen Text wird in das Thema des Tages bei der Vollversammlung eingeführt. Bild: LWB

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Für eigene Links im Internet bestraft werden?

"Ein auf einer Grundsatzentscheidung des Europäischen Gerichtshof basierendes Urteil des LG Hamburg gefährdet die Freiheit der Linksetzung im Netz. Schuld daran ist einmal mehr ein völlig überzogenes Urheberrecht. Über die Hintergründe der Entscheidungen, ihre praktischen Auswirkungen – und das Trollen eines Landgerichts." schreibt der Rechtsanwalt Joerg Heidrich vom Heiseverlag und bezieht sich auf die Zuspitzung der Haftung für die Inhalte von verlinkten Webseiten durch das Landgericht Hamburg. Seine Meinung: Das Urheberrecht wird von großen Produzenten überreguliert. Das Problem: Wenn ein urheberrechtlich geschütztes Werk verlinkt wird, wird durch den Zugriff per Link eine neue Öffentlichkeit erzeugt. Für diese Öffentlichkeit ist der Verlinkende verantwortlich.

Für Kirchengemeinden gilt trotzdem Entwarnng. Nur wenn eine Seite eine Gewinnabsicht verfolgt, ist der Betreiber verpflichtet, alle Links zu prüfen. Nach Meinung des Rechtsexperten Heidrich ist auch diese Verpflichtung so unausführbar, dass die derzeitige Rechtslage absurd ist.

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Bild: emsz

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Dankeschön!

Ein herzliches Dankeschön, verbunden mit einem kleinen Präsent, übergab Pastorin Bolte-Wittchen an Pastor i. R. Limburg, dessen Krankheitsvertretung für Pastorin Kattner nun endete, da er andere Verpflichtungen hat.

Pfarramt und Kirchenvorstand danken Herrn Limburg für die Vertretung.

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Bild: Yvonne Kleinsorge

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Schaf, Sohn, Stolzenau, sauer und süß

So antworteten Frauen und Männer aus dem Deutschkurs für Flüchtlinge gleichberechtigt und durcheinander. Am letzten Tag des Deutschkurses, wurden alle Buchstaben des Alphabetes wiederholt. Jean Hinz, Leiter des Sprachkurses forderte sie auf, mit den angegebenen Buchstaben Worte zu bilden. Zu dem Buchstaben „I“ fiel Ihnen Italien, Insel und Imbiss ein, der Buchstabe „L“ brachte Leyla dazu, ihren Namen zu nennen. Im Kurs wurden Analphabeten und perfekt englisch sprechende Menschen gemeinsam unterrichtet. Die deutsche Sprache ist sehr schwer, trotzdem herrschte immer eine gute, motivierte Arbeitsatmosphäre.

Bereits zum vierten Mal organisierte das Bildungswerk ver.di in Kooperation mit dem Haus der Generationen und der Ev.-luth. Kirchengemeinde Stolzenau einen Deutschkurs im Haus der Kirche. Neu als Dozenten sind Jean Hinz aus Stolzenau und Hannelore Meyersiek aus Steyerberg tätig. Am 24. April startet im Gemeindehaus der nächste Deutschkurs, beide Dozenten freuen sich auf neue motivierte erwachsene Schülerinnen und Schüler.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sprachkurses hoffen darauf, mit deutschen Bürgerinnen und Bürger in Kontakt zu treten, um die erworbenen sprachlichen Fähigkeiten zu festigen und weiter auszubauen. Eine gute Gelegenheit dazu ist das Café der Kulturen, das jeden Montag von 15 bis 17 Uhr im Haus der Kirche in Stolzenau, Lange Str. 44 stattfindet. Zusätzlich wurden die Flüchtlinge von Marion Kohlmeyer zu dem Osterfrühstück des Diakonischen Werkes am 19. April eingeladen. Clemens Becker und sie freuen sich über viele neue Gesichter.

Text und Foto: Elisabeth Wiegmann

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Bild: Elisabeth Wiegmann

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Bild: Andreas Iber

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Bild: Andreas Iber

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