willkommen evangelisch

Diese Seite enthält Informationen über die Hilfe für Flüchtlinge in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Für Hilfsangebote schauen Sie bitte in die Links.

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Den 5. Deutschkurs erfolgreich abgeschlossen

 „Es wird erst einmal der letzte Deutschkurs sein“ , teilt Jean Hinz mit. Das Bildungdwerk ver.di organisiert in Kooperation mit dem Haus der Generationen und der Ev.-luth. Kirchengemeinde Stolzenau jetzt bereits den 5. Sprachkurs in den Räumen der Kirchengemeinde. Die Flüchtlingszahlen sind zurückgegangen und die Flüchtlinge werden auf Kurse in anderen Orten aufgeteilt. Nichts desto trotz waren Hajarbrimo, Ali, Zayneb und Barfali am letzten Schulungstag mit Eifer dabei von sich und ihrer Kultur zu erzählen und möglichst viel über die deutsche Kultur zu erfahren. Hannelore Meyersiek und Jean Hinz unterrichteten vom 24. April bis 17. August 2017 eine Flüchtlingsklasse in verschiedenen Stärken.

Die Teilnehmer des Sprachkurses hoffen darauf, mit deutschen Bürgern in Kontakt zu treten, um die sprachlichen Fähigkeiten zu festigen und zu erweitern. Eine gute Gelegenheit hierzu ist das Café der Kulturen, das jeden Montag von 15 bis 17 Uhr im Haus der Kirche in Stolzenau, Lange Str. 44 unter der Leitung von Marion Kohlmeier stattfindet. Die Flüchtlinge wurden von ihr auf das kostenlose Diakoniefrühstück im Rahmen der Diakoniewoche im Kirchenkreis Stolzenau-Loccum am Mittwoch, dem 6. September 2017 hingewiesen.

Text und Foto: Elisabeth Wiegmann

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Bild: Elisabeth Wiegmann

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Relaisstation Kirchturm

Anbindung einer Unterkunft für Geflüchtete in Hochzoll. http://bit.ly/2uUNHs8

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Das neue Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe ist da!

September 2017 Februar 2018

In unserem neuen Fortbildungsprogramm für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer haben wir sowohl die Neueinsteilger als auch die Fortgeschrittenen bedacht. Neben grundlegenden Themen wie "Asylverfahren" bieten wir in diesem Halbjahr verstärkt Workshops zur Schulung von Kompetenzen an, von denen Sie weit über das Ehrenamt hinaus profitieren werden. Unsere kostenfreien Fortbildungen richten sich an alle Aktiven und am Ehrenamt Interessierten.
Weitere Schulungsangebote finden Sie bei der Beschäftigungsförderung Göttingen (BFGoe): http://www.bfgoe.de/angebote/fluechtlingsarbeit-im-bif/weiterbildung-fluechtlingsarbeit/veranstaltungen/
Dokument: Schulungen_2.Halbja... (PDF)
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„No limits!“ – Migrationszentrum kooperiert mit dem
26. Göttinger Literaturherbst

Der 26. Göttinger Literaturherbst öffnet am 13. Oktober 2017 seine Türen für Bücherfans aus ganz Deutschland. Mit seiner neuen Reihe No limits! möchte das Festival gezielt auf ein neues Publikum zugehen – Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung. Beim Öffnen der Pforte für diese Zielgruppe spielt das Migrationszentrum des Diakonieverbands Göttingen eine Schlüsselrolle. Mit Beratung und Impulsen, mit Kontakten zu Migranten und Geflüchteten und mit seinem Netzwerk aus allen in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit relevanten Akteuren bringt sich das Migrationszentrum in die Kooperation ein. „No limits!“ präsentiert vier spannende Veranstaltungen, die bewusst multimedial oder mehrsprachig angelegt sind. Für Geflüchtete und ehrenamtliche Helfer ist der Eintritt für alle Veranstaltungen kostenfrei.

In einem zweitägigen Slam-Poetry-Workshop in der Musa am 14. und 15. Oktober treffen junge Geflüchtete auf Schüler und Studierende aus Göttingen. Unter der Leitung der preisgekrönten Berliner Gruppe i,Slam lernen sie einander und die Techniken der Slam Poetry kennen. Die Workshopsprache ist Deutsch, für die Texte dürfen alle den Teilnehmern zur Verfügung stehenden Sprachen verwendet werden. Der Workshop gipfelt am 15. Oktober um 16 Uhr im Poetry Slam auf der Bühne (Musa). Die Teilnahme am Workshop und die anschließende Bühnenperformance sind für alle kostenfrei.

Die syrische Autorin Rasha Abbas liest am 19. Oktober um 19 Uhr in der Musa aus ihrem Buch Die Erfindung der deutschen Grammatik. Mit Witz und Ironie beschreibt sie das Ankommen und Einleben in den wahnwitzigen deutschen Strukturen. Nach der Lesung spricht sie mit dem in Göttingen lebenden Videoblogger Abdul Abbasi, der von der Bundeskanzlerin mit der Integrationsmedaille ausgezeichnet wurde.

Am 21. Oktober um 21 Uhr präsentieren die Bestsellerautorin Lamya Kaddor und der renommierte Fotograf Lutz Jäkel im Alten Rathaus ihr gemeinsames Buch Syrien. Ein Land ohne Krieg. Der Band versammelt Texte namhafter deutscher, syrischer und deutsch-syrischer Autoren sowie über 200 ausdrucksstarke Fotos, die im Rahmen der multimedialen Lesung zu hören und zu sehen sein werden.

Nähere Informationen zu einzelnen Veranstaltungen: https://www.literaturherbst.com

Anmeldungen zum Slam Poetry Workshop und Freikarten für alle Veranstaltungen unter: n-wellmann@migrationszentrum-goettingend.de, Tel. 899930-25 (Natascha Wellmann-Rizo)

Auf dem Foto: Leiter des Migrationszentrums Dana Gaef (rechts) und die Programmmacher des Göttinger Literaturherbstes

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Bild: © Natascha Wellmann-Rizo

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Bild: Wellmann-Rizo

"No Limits!" – Niedersachsens größtes Literaturfestival, der Göttinger Literaturherbst, kooperiert mit dem Migrationszentrum Göttingen

Der 26. Göttinger Literaturherbst öffnet am 13. Oktober 2017 seine Türen für Bücherfans aus ganz Deutschland. Der Vorverkauf hat begonnen. Mit seiner neuen Reihe "No Limits!" möchte das Festival gezielt auf ein neues Publikum zugehen – Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung. Beim Öffnen der Pforte für diese Zielgruppe spielt das Migrationszentrum des Diakonieverbands Göttingen eine Schlüsselrolle. Mit Beratung und Impulsen, mit Kontakten zu Migranten und Geflüchteten und mit seinem Netzwerk aus allen in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit relevanten Akteuren bringt sich das Migrationszentrum in die Kooperation ein. "No Limits!" präsentiert vier spannende Veranstaltungen, die bewusst multimedial oder mehrsprachig angelegt sind.
In einem zweitägigen Slam-Poetry-Workshop in der Musa am 14. und 15. Oktober treffen junge Geflüchtete auf Schüler und Studierende aus Göttingen. Unter der Leitung der preisgekrönten Berliner Gruppe i,Slam lernen sie einander und die Techniken der Slam Poetry kennen. Der Workshop gipfelt am 15. Oktober um 16 Uhr im Poetry Slam auf der Bühne (Musa). Die Teilnahme am Workshop und die anschließende Bühnenperformance sind kostenfrei.
Die syrische Autorin Rasha Abbas liest am 19. Oktober um 19 Uhr in der Musa aus ihrem Buch "Die Erfindung der
deutschen Grammatik". Mit Witz und Ironie beschreibt sie das Ankommen und Einleben in den wahnwitzigen deutschen Strukturen. Nach der Lesung spricht sie mit dem in Göttingen lebenden Videoblogger Abdul Abbasi, der von der Bundeskanzlerin mit der Integrationsmedaille ausgezeichnet wurde. Für Geflüchtete und ehrenamtliche Helfer ist der Eintritt kostenfrei.
Am 21. Oktober um 21 Uhr präsentieren die Bestsellerautorin Lamya Kaddor und der renommierte Fotograf Lutz Jäkel im Alten Rathaus ihr gemeinsames Buch "Syrien. Ein Land ohne Krieg". Der Band versammelt Texte namhafter deutscher, syrischer und deutsch-syrischer Autoren sowie über 200 ausdrucksstarke Fotos, die im Rahmen der multimedialen Lesung zu hören und zu sehen sein werden.

Nähere Informationen zu einzelnen Veranstaltungen: https://www.literaturherbst.com Anmeldungen zum Slam-Poetry-Workshop und Freikarten für den Abend mit Rasha Abbas und Abdul Abbasi unter: n-wellmann@migrationszentrum-goettingen.de, Tel.: (0551) 899930-25 (Natascha Wellmann-Rizo)
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3. Afrikasonntag in Bad Fallingbostel in 3 Wochen, Begegnung mit Afrikanern

Die Vorbereitungen der Kongogruppe für den 3. Afrikasonntag auf dem Kirchberg treten jetzt in die heiße Phase ein. Freuen Sie sich auf die Musiker Malte Brunckhorst, Pöllmann und Oehlerking sowie den Kinderchor der St. Dionysius-Kirchengemeinde und eine Vielzahl von Angeboten zum Thema Afrika, Informationen zu unseren Projekten "Pädagogischer Bauernhof" und "Schulbesuch" in Bundji in der Demokratischen Republik Kongo und ein reichhaltiges Kaffee-, Tee- und Kuchenangebot. Auch Kaltgetränke stehen bereit.

Lernen Sie Marthe Golé aus dem Staat Elfenbeinküste kennen, die ivorische Freunde eingeladen hat, und informieren Sie sich in kleinen Gesprächsrunden in der Kirche aus erster Hand über Fluchtursachen.

"Wir versichern Ihnen: Durch die Ausbildung einer einzigen Frau fördern Sie eine ganze Familie und letztlich die ganze Nation. Ihre Bemühungen sind nicht vergeblich. Durch Menschen wie Sie können wir im Laufe der Zeit mehr und mehr Bedürftige begleiten und ihnen ein besseres, würdiges Leben ermöglichen". Das schrieben uns Mwaka, Muruhya und Francois im Juli.

Nun wünschen wir uns, dass der Erlös des 3. Afrikasonntags, der um 15 Uhr beginnt, uns weiterhin Hilfe zur Selbsthilfe, Hilfe an der Wurzel und die Bekämpfung von Fluchtursachen ermöglichen wird, und so hoffen wir auf zahlreiche Besucher.  



 

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Ort der Hoffnung und der Hilfe

Landessuperintendent Eckhard Gorka besuchte Thomas Harms, seit Oktober letzten Jahres neuer Lagerpfarrer im Grenzdurchgangslager Friedland

Friedland/Kr. Göttingen. Für viele Menschen ist es ein fester Begriff: das Lager Friedland. Seit seiner Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Grenzdurchgangslager Hoffnungsort. Die Menschen, die dort ankamen und ankommen, hatten und haben Schlimmes erlebt. Wenn auch die Gründe für eine Flucht in die Bundesrepublik sich verändert haben, so ist doch die Gewissheit geblieben, in diesem südniedersächsischen Dorf endlich an einem sicheren, freien und friedlichen Ort zu sein.

Wichtig für den mit-menschlichen Umgang im Grenzdurchgangslager ist dabei seit Beginn die kirchliche Seelsorge und angewandte diakonische Hilfe. Die evangelische Innere Mission und das Evangelische Hilfswerk e.V. leisten dabei neben Gottesdiensten und Gesprächsangeboten auch vielfältige, ganz praktische Unterstützung. Seit Oktober letzten Jahres ist der aus Göttingen stammende Thomas Harms Lagerpfarrer vor Ort. Ihn besuchte nun Eckhard Gorka, Landessuperintendent des Sprengels Hildesheim-Göttingen. Gorka, als leitender Geistlicher des südlichsten Sprengels der hannoverschen Landeskirche auch zuständig für den Kirchenkreis Göttingen, verschaffte sich bei seinem Besuch auch einen Eindruck über die Arbeit der evangelischen Kirche im Lager Friedland insgesamt.

Besonders eindrücklich der Besuch im Kinderhaus und in der Vorschule. Im fröhlichen Gewusel balgen sich Kinder aus ganz verschiedenen Ländern. Mit so unterschiedlichen Muttersprachen wie Russisch und Arabisch. Tafelbilder erklären spielerisch die ersten deutschen Vokabeln. Thomas Harms berichtet in den hellen Räumlichkeiten über die Herausforderungen, die Kinder jeweils nur eine kurze Zeit zu betreuen, bevor dann der Umzug ihrer Familien an einen neuen Wohnort in Deutschland erfolgt. Das erfordere immer wieder neue Flexibilität und großes Einfühlungsvermögen von seinen Mitarbeitenden. Gleichzeitig mache es ihn stolz, dass in Friedland wirklich ein Angebot für Kinder aller Altersgruppen durch die Diakonie vorhanden sei, so der Lagerpfarrer. Das sei sehr wichtig auch für die Mütter der Kinder. Zum einen wüssten sie hier ihren Nachwuchs wirklich in Geborgenheit. Oftmals zum ersten Mal ohne die Gefahr von Übergriffen auf Leib und Leben der Kinder und ohne Bedrohung von Kriegsgewalt. Daneben bräuchten die Frauen selbst Zeit zum Erwerb der deutschen Sprache und für ein Ankommen auch psychisch. Erst das mache das Einleben in Deutschland möglich.

Dass es gelingt, mit dem Können und dem Wissen der nach Deutschland Geflüchteten professionelle Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, erlebte Landessuperintendent Gorka dann durch das von einer Irakerin entwickelte Sprachlabor in den Räumlichkeiten der Diakonie. In diesem kleinen Lernzentrum werden computergestützte Kurse für Deutsch als Fremdsprache angeboten. Frau Ingenieurin Karim stellte Gorka die von ihr weiterentwickelten und neukonzipierten Lernmethoden vor. Sie berichtete dabei auch über die notwendigen Differenzierungen zwischen denen, die ohne Lese- und Schreibfähigkeiten seien und denen, die eine Schulbildung mitbrächten. Jene müssten mit dem lateinischen Alphabet und in der neuen deutschen Sprache Schriftlichkeit erst überhaupt erwerben. Demgegenüber brächten die Menschen mit Bildungsabschlüssen, vor allem die mit akademischer Ausbildung, alle Fähigkeiten zu schnellem Selbstlernen und raschen Lernfortschritten mit.

Während des anschließenden Besuchs im Frauenzentrum, einem gemeinsamen Projekt von katholischer Caritas und evangelischer Diakonie, unterstrich Pastor Harms die Wichtigkeit, Themen des Alltags, Grundkenntnisse der deutschen Sprache und eine erste Orientierung in der neuen Gesellschaft an die Geflüchteten zu vermitteln. Besondere Bedeutung besitze dabei die Asylverfahrensberatung durch die Diakonie. Erst durch sie seien die Menschen und ihre Familienangehörigen in der Lage, sich über die Rahmenbedingungen und die einzelnen Schritte ihres Asylvorgangs zu informieren. Diese Unterstützung ermögliche den Asylbewerbern, das Vorgehen der Behörden und die bürokratischen Entscheidungswege zu verstehen. Oftmals stünden Scham über die im Herkunftsland und auf der Flucht erlittene Gewalt und Angst vor einer möglichen Verfolgung von Angehörigen in der Heimat als großes Hemmnis vor den Menschen. Es sei verständlich, dass sie nur ungern über ihre Erfahrungen berichteten, zumal wenn es um Vergewaltigungen oder um erlittene Folterungen gehe. Gleichwohl seien diese Angaben im Asylverfahren notwendig, so Harms.

Im Resümee in den Büroräumen der Diakonie, die, wie die evangelische Kirche auch, in einer alten Baracke liegen, zeigten sich die beiden Geistlichen sehr zufrieden darüber, dass das evangelische Lagerpfarramt nunmehr mit einer vollen Stelle ausgestattet ist. Für Thomas Harms, der Theologe und Pädagoge ist, bringt die Arbeit berufliche Erfüllung mit sich. Die Freude, Kennen und Können vielgestaltig einsetzten, ist dem 51-Jährigen anzumerken. Neben der seelsorgerlichen Arbeit ist er als Geschäftsführer der Inneren Mission/Evangelisches Hilfswerk für die 18 Mitarbeitenden in den unterschiedlichen Projekten verantwortlich. Zudem vertritt Harms die Themenkomplexe Flucht, Vertreibung, Aussiedlung, Migration und Asyl gegenüber der Landeskirche und dem Diakonischen Werk. Vor seiner Tätigkeit in Friedland war der Harms Gefängnis- und Diakoniepastor, er kennt aber auch die Arbeit als Gemeindepfarrer in der Stadt und auf dem Land.

„Im Namen des Sprengels und der ganzen hannoverschen Landeskirche möchte ich Ihnen und allen Ihren Mitarbeitenden herzlich Danke sagen für Ihre wichtige und vorbildliche Arbeit hier im Lager Friedland“, so Landessuperintendent Eckhard Gorka in seinen Abschiedsworten an den Amtsbruder.

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Bild: Helge Meyn-Hellberg

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Welde heiratet!

Viele kennen ihn, den freundlichen jungen Mann aus Eritrea, der seit drei Jahren in unserer Gemeinde lebt. Er musste seine Heimat verlassen und kam hier als Flüchtling an.   Welde war lange Zeit bei uns im Kirchenasyl, bis er endlich die Erlaubnis bekam, hier bleiben zu dürfen. Er spricht mittlerweilen (fast) perfekt Deutsch und macht eine Ausbildung zum Tischler bei Stefan de Vries in Großsander. 
Vielen ist er auch als begnadeter Läufer bekannt, der letztes Jahr den zweiten und in diesem Jahr den dritten Platz beim Ossiloop errang.
Zu seinem Glück fehlte ihm nur noch eine Liebste...die er jetzt gefunden und geheiratet hat.  Nach orthodoxem Brauch haben Welde und Shewit sich heute Morgen im  Gottesdienst in unserer St.Martins-Kirche das Ja-Wort gegeben. Und jetzt geht es den ganzen Tag fröhlich weiter.
Wir wünschen Welde und Shewit Gottes Segen für Ihre Ehe!

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Bild: Marion Steinhorst-Coordes

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Jamii Bora - ideale Familie

Kongogruppe Bad Fallingbostel - Neuigkeiten von Mwaka Nasekwa zum Pädagogischen Bauernhof und zum Schulprojekt in Bundji in der Demokratischen Republik Kongo

Am 27. Mai fand eine Zusammenkunft aller Eltern, deren Kinder dank der Hilfe aus Bad Fallingbostel die Schule besuchen können, und der Mitarbeiter des Pädagogischen Bauernhofs anlässlich des Besuchs von Papa Mwaka in Bundji statt.

Der Elternvertreter Kambale Mbokani, seine Frau Masika Helena und ihre drei Kinder sind als Flüchtlinge nach Bundji gekommen. Durch den Pädagogischen Bauernhof haben sie nicht nur eine Bleibe, sondern auch einen segensreichen Zufluchtsort und eine neue Lebensperspektive gefunden. Es wurde ihnen ein Stück Land zugewiesen, und in gegenseitiger Hilfe und Beratung haben sie gelernt, Auberginen und Amarant anzubauen. Außerdem wurde ihre Tochter für das Schulbesuchsprogramm ausgewählt.

Frau Kahindo Sekeravithi ist Mutter von 11 Kindern, von denen drei gestorben sind. Sie hat Geld durch den Verkauf von Auberginen verdient und konnte davon Medikamente für ihre Kinder kaufen. Ihre Tochter kann jetzt endlich zur Schule gehen.

Der Lebenstraum von Frau Masika Tsongo ist vorerst geplatzt. Sie wollte durch eine Geflügelzucht ihren Kindern den Schulbesuch ermöglichen, aber alle Hühner im Viertel sind plötzlich an einer Seuche gestorben. Der Pädagogische Bauernhof fängt sie auf.

Die Projektmitglieder sind sehr dankbar für die Unterstützung aus Bad Fallingbostel. Sie wollen die Techniken des Ackerbaus und der Viehzucht noch verbessern, und es fehlen weitere Hacken, Sicheln, Harken, Saatgut für Mais, Soja, Zwiebeln und Tomaten sowie Pflanzenschutzmittel. Sie wollen alles daran setzen, dass letzlich alle Kinder die Schule besuchen können.

Am 27. August findet auf dem Kirchberg in Bad Fallingbostel ab 15 Uhr der 3. Afrikasonntag statt. Angeboten werden ein Gottesdienst, Informationen zu den Projekten, ein Kinderprogramm, viel Musik, ein kleiner Verkaufsstand der Kongogruppe sowie Kaffee und Kuchen und vieles mehr zugunsten der Projekte in Bundji.  Alle Interessierten und besonders auch die Flüchtlinge aus Bad Fallingbostel und den umliegenden Ortschaften sowie dem Ankunftszentrum Oerbke sind herzlich eingeladen.


Bild: Mwaka Nasekwa

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"In unserem Glauben eine neue Heimat finden"

Über die Taufe von Flüchtlingen wurde zuletzt viel diskutiert. In Ramelsloh bei Hamburg hat ein evangelischer Pastor sieben Männer aus dem Iran und Afghanistan getauft. Landesbischof Meister wollte von ihnen hören, warum sie Christen geworden sind.

Ramelsloh/Kr. Harburg. Im Iran habe er sich immer unter Druck gefühlt, Angst gehabt. In dem Land, das sich als Islamische Republik bezeichnet, sei seine muslimische Religion für ihn Zwang und Unterdrückung gewesen, sagt der Automechaniker Said. Schon seine Eltern hätten ihn wie einen Hund behandelt, weil er sich nicht den strengen Vorschriften unterwerfen wollte. "Du bist nicht unser Kind. Du bist Heide", hätten sie gesagt, berichtet er am Sonntag in einem Gemeindesaal im niedersächsischen Ramelsloh dem hannoverschen Landesbischof Ralf Meister. "Ich habe Religionen gehasst."

In Ramelsloh hat sich Said jetzt christlich taufen lassen. Meister will von ihm und sechs weiteren getauften Flüchtlingen aus dem Iran und Afghanistan wissen, warum sie Christen geworden sind. In die Diskussion, ob die evangelische Kirche leichtfertig mit der Taufe umgeht und die christliche Taufe von Flüchtlingen für ihr Bleiberecht missbraucht wird, hatte der evangelische Landesbischof zuletzt immer wieder vor Pauschalurteilen gewarnt. Gemeinden prüften das Taufbegehren in der Regel sorgfältig.

Ramelsloh sei dafür ein positives Beispiel, unterstreicht Meister in einem Festgottesdienst der Kirchengemeinde bei Hamburg. "Sie als Gemeinde glauben daran, dass Menschen nicht nur in unseren Dörfern, sondern auch in unserem Glauben eine neue Heimat finden können." Der Ramelsloher Gemeindepastor Hans-Georg Wieberneit betont, der Wunsch, getauft zu werden, sei von den Flüchtlingen ausgegangen. Vor der Taufe seien die Männer in mehrwöchigen Kursen vorbereitet worden. Paten begleiten sie auch weiterhin. Er habe auch deutlich gemacht: "Die Taufe ist keine Garantie dafür, dass sie nicht wieder in ihre Heimatländer zurückgeführt werden."

Nach Wieberneits Einschätzung suchen die getauften Flüchtlinge aus dem Iran und aus Afghanistan vor allem Freiheit und religiöse Gemeinschaft. "Syrer und Iraker haben andere religiöse Erfahrungen gemacht", sagt Wieberneit, dessen Gemeinde sich in der Flüchtlingsarbeit engagiert. "Die sind fröhlich Muslime."

Der Iraner Said spricht von der Strenge, die der Islam für ihn bedeutet habe. Als Christ erfahre er jetzt Ruhe. "Ich hatte keinen Vater, jetzt habe ich zwei: Gott und meinen Paten."

Der 25-jährige Ali aus dem Iran übersetzt ins Deutsche, was die Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren sagen. Ali kam vor knapp zwei Jahren nach Deutschland. Er war schon Christ, bevor er geflohen ist, erzählt er. Als 16-Jähriger habe er sich in Teheran mit armenischen Christen angefreundet. Er wollte mehr über ihre Religion wissen. Doch die Freunde hätten ihn gewarnt. "Das ist sehr, sehr gefährlich."

Ali reiste in die Türkei, um einen christlichen Gottesdienst zu besuchen. Dort ließ er sich später auch taufen, erzählt er. Fotos von der Taufe hütete er nach seiner Rückkehr in den Iran auf dem Handy, das er versteckt hielt. Als es während seines Militärdienstes doch entdeckt wurde, ergriff er die Flucht. "Es ist eine lange Geschichte."

Meister hört in dem Gespräch vor allem zu. "Das wäre mein großer Wunsch, dass Sie dieses starke Gefühl der Freiheit und Gemeinschaft behalten", sagt er zum Abschied. Die getauften Flüchtlinge könnten auch eine Bereicherung für die evangelischen Kirchengemeinden in Deutschland sein. "In 20 Jahren singen wir hier vielleicht ein Lied, das einer von Ihnen gedichtet hat, mit Ihren Erfahrungen." (epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen/Karen Miether)

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Bild: Andrea Horn/Landeskirche Hannovers

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